CALIFORNIA DREAMIN’

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Das 2009 erschienene California verabschiedet sich und lässt California T den vortritt. In neun Jahren seines Bestehens hatte das Coupé-Cabriolet auch seine Verdienste, da es 10.000 Käufer, darunter 70 % Neukunden, überzeugt hat. Ein echtes Pferd – tänzelnd – Schlachtross.

Die Sorge um die Umwelt macht die Ankunft von California T erforderlich. Unsere transalpinen Nachbarn hatten eine sehr schöne Idee des Downsizings: mit einer Reduzierung von 4,3 auf 3,8 Liter Hubraum verbraucht der V8 weniger Kraftstoff und ist umweltfreundlicher und gewinnt dabei auch noch 70 PS! Das Geheimnis des T: California T gibt der Mode der Direkteinspritzung nach. Nein, einen Turbo in einem edlen Ferrari-Motor funktionieren zu lassen ist keine Ketzerei. Vor California T waren nicht zuletzt andere rote Autos das Gleiche getan: 208 GTB (das italienische 308), aber vor allem die Superautos 288 GTO und F40, beide sofort zu Heiligen erklärt werden! Ohne dabei die Formel 1 der 80er Jahre zu erwähnen…

Wiederkehrende Argumente der renitenten Fundamentalisten gegen die Turboaufladung: die berühmte Reaktionszeit. Sie ist hier so gut wie nicht vorhanden: Die Übernahme des Doppelturbos kombiniert mit einer präzisen elektronischen Steuerung einer sehr natürlicher Direkteinspritzung haben zu einer sehr natürlichen Leistungsentfaltung geführt. Der Biturbo-V8 Ferrari behält auch die Direkteinspritzung und eine flache Kurbelwelle bei, die ihm trotzdem bis zu 7.500 U/Min erlaubt. Letzte Herausforderung: einen melodiösen Wohlklang des Auspuffs beizubehalten. Die Lösung kam von Auspuffkrümmern aus geschmiedetem Stahl mit gleichen Rohrlängen, ähnlich wie den Rennmotoren. Offensichtlich sind die wütenden Flüge des alten Saugmotors zur Freude der transalpinen Nachbarn abgeklungen. Dennoch ist der Ferrari V8 sicherlich der melodischste Turbomotor der aktuellen globalen Automobilproduktion. Ein hohler Ton, der sich im Gleichklang mit der Drehzahl zu einem akuten Ton entwickelt. Man sollte sich aber nicht vom Ziel abbringen lassen: Die Käufer von California fahren mehr (30%) und häufiger (50%) als die von sportlichen Wagen der Marke und dieser Volumenrückgang bietet Ihnen schließlich die Möglichkeit, während der Fahrt die Audioanlage zu hören. Für Opernkonzerte in V8-Dur muss man einfach nur mit offenem Auto fahren.

Bevor Sie zur Sache kommen, eine kleine Tour: Unter unveränderten Abmessungen will das neue Kleid von California, das immer in Zusammenarbeit mit Pininfarina und unter der Ferrari Design-Abteilung unter der Leitung von Flavio Manzoni konzipiert wurde, immer erfolgreicher sein. Vorne die vertikale LED-Beleuchtung und der weit geöffnete Kalander erinnert an die neuesten Ergänzungen der Marke, während ein neuer Diffusor und der Verzicht auf eine vertikale Auspuffanlage den Heck schärfen. California T behält seinen in 14 Sekunden versenkbaren Hardtop, wodurch die Kapazität des Kofferraums von 340 auf 240 Liter reduziert wird. Die Beifahrerseite, immer mit 2 + 2 Sitzen, aber seien wir realistisch, die Hintersitze sind für Kinder reserviert oder eventuell für weniger vom Glück begünstigte Freunde.

Im Inneren nennen wir die Annahme eines Lenkrad mit integrierten Bedienelementen, die Mittelkonsole mit einem Touchscreen mit vollständiger Funktionalität, die durch eine Anzeige des Turbodrucks dominiert wird und deren Anzeige durch einfaches Fingertippen (Druck, Reaktion, Effizienz) geändert wird.Das zweiteilige Dach kann in 14 Sekunden nach hinten versenkt werden.

Bezüglich des Fahrgestells: Die Fahrwerksfedern wurden um 12 % gehärtet und die Richtung ist um 10 % direkter. Motordrehzahl von Sportwagen

Wir hatten die Möglichkeit California T auf sehr unterschiedlichen Böden zu testen: kleine sonnige Straßen des toskanischen Landes und die schneebedeckten Pässe des Wintersportorts Andermatt in der Schweiz. Auf den ersten Kilometern, werden die Vorteile des neuen Motors deutlich. Die Reaktion auf das Gaspedal ist unmittelbar, der Vortrieb rasant und die Zeiten atemberaubend. Das Urteil der Stoppuhr ist unerbittlich, California T beschleunigt von 0 auf 200 km/ h in 11,2 Sekunden, während sein Vorgänger 13,8 Sekunden benötigt, um das Gleiche zu leisten. Die maximale Geschwindigkeit gewinnt 6 km/ h um auf 316 überzugehen. Bei dieser Geschwindigkeit vermeiden Sie ein geöffnetes Dach. Bezüglich des Fahrverhaltens entdeckt man ein in den Kurven stabileres und nicht weniger komfortables Auto als seine Vorgängerversion. Wohlgemerkt bleiben wir hier im Bereich des sehr hohen Gran Turismo. Die angeregten Trajektorien der Fahrbahn schlagen auf den 488 GTB um. Letztlich beeindruckt dieser California T durch die allgemeine Qualität seiner Leistungen. Während einer Spazierfahrt, auf Reisen oder im Sportmodus ist seine Homogenität nur schwer zu bemängeln. Bravo, Maestro Ferrari.

 

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